Android und iOS Sicherheit – Unterschiede geschlossener und offener Systeme

Nur wenige Wochen sind seit dem letzten Sicherheitsskandal um das mobile Betriebssystem Android vergangen: Eine App konnte ohne Einwilligung des Nutzers die Anruffunktion nutzen oder sogar die SIM-Karte zerstören. Eine Sicherheitslücke in der neuesten Version des Google Betriebssystems machte es möglich. Doch wie kommt es dazu?

Im Gegensatz zu Apples iOS handelt es sich bei Android um ein offenes Betriebssystem. Die Besonderheit dabei ist, dass Apps nicht nur aus einer Quelle, dem Appstore des Anbieters, heruntergeladen und installiert werden können, sondern auch von anderen Plattformen. Apps können so auch von fremden Websites geladen werden und unterliegen damit keinerlei Kontrolle durch den Hersteller.

Android vs. iOS

 

In einer solchen Software Viren und Malware zu verstecken ist für die Entwickler einer solchen App ein leichtes Unterfangen. Der Vorteil eines solchen Systems ist ganz klar, dass Apps vom Nutzer jederzeit und überall geladen werden können. Auch gibt es keinerlei Zensur unerwünschter Themen und keine Kontrolle über vom Hersteller als sinnlos erachtete Anwendungen. Für den Entwickler ein Vorteil, für den Nutzer ein Risiko!

Geschlossene Betriebssysteme wie iOS beispielsweise aber auch Windows Phone von Microsoft unterbinden solche Installationen und überprüfen die im Appstore eingestellten Anwendungen auf Inhalt und Sicherheitslücken. Das macht es für die Entwickler natürlich umso schwieriger passende Applikationen zu entwickeln, die der Prüfung durch den Hersteller standhalten. Auf der anderen Seite können Nutzer fast zu 100 Prozent sicher sein, dass sie keine schädlichen Programme auf ihren Geräten installieren.

Im Gegensatz zu geschlossenen Betriebssystemen, bei denen das Gerät durch die Regulierung der Apps vor Viren und anderen Angriffen geschützt wird, ist es bei der Nutzung von offenen Betriebssystemen von Vorteil, eine so genannte Anti-Virus Software und eine Firewall auf dem Gerät zu installieren.

Bei Computern gehören sie mittlerweile fast schon zur Standardausstattung, auf mobilen Geräten allerdings ist ihre Verbreitung noch lange nicht so weit fortgeschritten. Die Zahlen sprechen für sich, denn laut Kaspersky, einem der führenden Anbieter von Sicherheitssoftware, richten sich 99,9% der schädlichen Software für mobile Geräte an Android. Der Anteil schädlicher Software für iOS ist dagegen beinahe schon zu vernachlässigen.

Um das eigene Gerät zu schützen sollte bei der Installation neuer Software genau auf die Rechte geachtet werden, die dieser App gegeben werden. Auch eine Firewall und Anti-Virus Software ist sinnvoll. Zu den bekanntesten Anbietern gehört Kaspersky Internetsecurity, aber auch andere Programme bieten ausreichend Schutz für Android Systeme. Für einen ausführlichen Vergleich und Testberichte verschiedener Sicherheitsanwendungen lohnt sich ein Blick auf www.netzsieger.de.

Schreibe einen Kommentar