Schnelle Daten durch mobiles Internet mit UMTS

Als Universal Mobile Telecommunications System (UMTS) wird der Mobilfunkstandard der dritten Generation bezeichnet, der zur Zeit mit bis zu 14,4 Megabits pro Sekunde (HSDPA) die höchstmögliche Datenübertragung bietet. Als Nachfolger der GPS-Technik (Global Positioning System) im Mobilfunk mit nur etwa 55 Kilobits pro Sekunde bietet dieser Standard eine extrem höhere Übertragungsleistung und ermöglicht neben schnellen Telefon-, SMS- und MMS-Übermittlungen auch die Möglichkeit, größere Datenvolumen ebenso schnell zu versenden. Videos und Bilder können so komfortabel versendet werden und ein schneller Zugriff via Browser in das Internet wird auch einfacher ermöglicht. Gerade deshalb ist es auch wichtig, dass die Smartphones von heute eine hohe Übertragungsgeschwindigkeit bieten. Das iPhone 4 ist da mit 7,2 MBit/s schon sehr schnell. Dass es allerdings auch schneller geht, zeigen wenige andere Handyhersteller. Aber mal schauen, was uns beim neuen iPhone im Bereich HSDPA erwarten wird.

Diese Ausweitung der Leistungsfähigkeit von mobilen Endgeräten, wie Handys, Smartphones oder Laptops, ermöglicht eine wesentlich komfortablere und effektivere Nutzung des mobilen Internets. Das Aufrufen komplexer Internetseiten, die Nutzung von Emaildiensten, die Vernetzung über Messenger und das Spielen aufwendiger Browsergames birgt ungeahnte Möglichkeiten für den Anwender. Neben dem Zuwachs an privaten multimedialen Unterhaltungsangeboten bietet mobiles Internet mit UMTS auch im professionellen Bereich effektiven Mehrwert durch Onlineauktion, Onlinekonferenzen oder Onlinedatenverarbeitung.

Die Einführung der UMTS-Technik verlief in Deutschland im Vergleich zu anderen Europäischen Ländern, wie z.B. Österreich sehr schleppend, was nichts mit der Qualität der Technik zu tun hatte, sondern mit der markterschwerenden Vergabe der UMTS-Frequenzen. Eine aufwendige Versteigerung der Lizenzen durch die Bundesregierung spülte dem Fiskus 50 Milliarden Euro zusätzliche Einnahmen ein, was dem damaligen Finanzminister Hans Eichel zu einer neuen Deutung des Kürzels UMTS in „Unerwartete Mehreinnahmen zur Tilgung von Staatsschulden“ verleiten ließ. Bei den beteiligten Unternehmen hinterließ dieses Vergabeverfahren aber auch tiefe Löcher in der Liquidität, sodass zunächst wenig finanzielle Mittel für Investitionen in das Netz und in günstige Tarife für Endverbraucher zur Verfügung standen. Dieses Manko gehört allerdings der Vergangenheit an und heutzutage ist der mit UMTS versorgte Mobilfunkmarkt gut geordnet und preisgünstig aufgestellt.

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