Telekom: DSL-Drosselung ist Geschichte

Es war eines der Themen des Jahres, einer der Aufreger des Jahres: Im April 2013 hatte die Deutsche Telekom angekündigt, bei DSL-Tarifen in Zukunft nach Verbrauch eines gewissen Volumens die Geschwindigkeit zu drosseln. Am 2. Dezember 2013 nun hat die Telekom zurückgerudert und nimmt wieder Abstand von den Drossel-Plänen.

Die Ankündigung, die DSL-Geschwindigkeit nach Überschreiten eines bestimmten Volumens zu drosseln hatte der Telekom den wenig schmeichelhaften Beinamen „Drosselkom“ eingebracht. Nachdem es vor gut einem Monat eine Klatsche vor dem Landgericht Köln gab, bei der die Richter entschieden, dass die neu eingeführten Vertragsklauseln, die die DSL-Drosselung regeln sollten, nicht zulässig seien hat die Telekom nun angekündigt, dass die entsprechende Klausel ersatzlos gestrichen wird:

Telekom Logo

„Für alle Kunden, die bereits Festnetz-Verträge mit einer Volumeneinschränkung gebucht haben, gilt: Sie können das Internet auch weiterhin ohne Beschränkung nutzen. Die entsprechende Volumen-Klausel in den Tarifen wird nicht angewendet. Die Kunden müssen dafür nicht aktiv werden. Ab 5. Dezember 2013 ist diese Klausel dann aus allen Festnetztarifen ersatzlos gestrichen. Das werden wir den Kunden auch schriftlich geben-“

Das heißt: Wer eine Flatrate gebucht hat, der bekommt auch eine echte Flatrate und kann weiterhin unbegrenzt Surfen, ohne dass die Geschwindigkeit gedrosselt wird. Allerdings arbeitet die Telekom nach eigenen Angaben auch an neuen Tarifen, bei denen es dann auch Volumen-Tarife geben soll. Das macht dann Sinn, wenn diese etwas günstiger sind als die herkömmlichen Flatrates und somit Wenig-Surfer auch weniger bezahlen müssen. Auf diese Art und Weise macht eine Volumen-Begrenzung Sinn. Nur schade, dass die Telekom das so schmerzlich hat lernen müssen – man hätte diesen Weg von vorn herein schon gehen können und hätte sich damit viel Ärger erspart.

Schreibe einen Kommentar