Umweltbundesamt will iPhone, iPad & Co. verbieten

Das Umweltbundesamt macht mobil gegen fest verbaute Akkus und könnte damit sowohl den Nerv der Umwelt-Schützer als auch von Smartphone-Nutzern treffen. Denn Letzteren stößt der fest ins Smartphone eingebaute Akku schon seit einiger Zeit auf.

Umweltschutz und Smartphones – das ist ein zweischneidiges Thema. Auch wenn das iPhone 5 schon deutlich weniger umweltschädlich ist als sein Vorgänger, es geht immer noch (deutlich) besser. Was beim iPhone schon Standard ist, machen in der letzten Zeit immer mehr Hersteller so: Sie verbauen die Akkus fest in Smartphones und Tablets. Begründet wird das von den Herstellern mit geringeren Produktionskosten und damit, dass ein wechselbarer Akku mehr Platz benötigt.

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Jochen Flasbarth, dem Präsidenten des Umweltbundesamts, stößt das sauer auf: „Dass das verschleißträchtigste Bauteil nicht einfach ersetzt werden kann, ist grotesk. Das muss man verbieten“, wird er von der Frankfurter Rundschau zitiert. Durch einen Akku, der getauscht werden kann, ist das Recycling eines Smartphones oder Tablets einfacher, so Flasbarth. So sollen Ressourcen geschont werden.

Angesichts der Tatsache dass Ressourcen zum einen ohnehin begrenzt sind und zum anderen zum Teil unter unmenschlichen Umständen abgebaut werden, scheint die Forderung des Umweltbundesamts nicht nur sinnvoll, sondern auch notwendig. Auch aus Sicht der Nutzer wäre eine solche Regelung für die Zukunft wünschenswert, da bei einem defekten Akku dieser einfach getauscht werden kann und man nicht umständlich das ganze Smartphone oder Tablet einschicken muss.

Kurzfristig wird man jedoch keine Regelung dafür finden, da ist sich Jochen Flasbarth sicher. Sinnvoll ist in seinen Augen nur eine EU-weite Lösung, mit einer Lösung nur für Deutschland ist keinem geholfen. Laut Flasbarth ließe sich jedoch eine Regelung für die EU zum Beispiel über die Ökodesign-Richtlinie innerhalb weniger Jahre umsetzen.

2 Gedanken zu „Umweltbundesamt will iPhone, iPad & Co. verbieten“

  1. Hallo,
    zum Thema Wechselakku:

    Wir haben bereits 2015 und immer noch gibt es keine EU‐Richtlinie und Gesetze, die fest verbaute Akkus verbieten.

    Ich finde, das ist ein Skandal!

    Selber(!)‐wechselbare Akkus würden folgendes verbessern:
    + deutlich weniger Abfall!
    + die Umwelt wird geschont, aber v.a. auch sehr wertvolle Ressourcen werden eingespart (recycelt), z.B. „Seltene Erden“.
    + Akkuforschung & ‐Entwicklung würden gefördert (da man nicht nur einen Akku „1. Generation“ im Gerät hätte, sondern bei Neuentwicklungen die Nachfolger einsetzen könnte).
    + auf Reisen kann man sich Ersatzakkus als Reserve mitnehmen (auf diese Weise hat man innerhalb von Sekunden wieder volle Power zur Verfügung…PowerBanks sind da wesentlich unvorteilhafter & komplizierter in der Handhabung – bieten im Vergleich zum Reserve‐Akku fast nur Nachteile).

    LG
    JoDa64

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    • Hallo JoDa64,

      gebe ich dir vollkommen Recht!

      Und mal ganz von den Umwelt-Aspekten abgesehen, es hat ja auch mit Kundenfreundlichkeit zu tun, wenn man wechselbare Akkus verbaut. Denn so können Nutzer den Akku ganz einfach selbst wechseln, wenn es nötig sein sollte. Bei meinem ersten Smartphone war ich darüber sehr froh, da hat der Akku irgendwann den Geist aufgegeben und ich hab einfach einen neuen gekauft. Das Handy funktioniert heute noch und wird regelmäßig von mir (und anderen, Familie, Freunde) als Ersatzgerät genutzt, es ist jetzt knapp 5 Jahre alt. Technisch zwar völlig veraltet, aber als Ersatz immer noch gut genug.

      Viele Grüße
      Elke

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